Altgrasstreifen
Lebensraum für: Distelfink, Schachbrettfalter und Zauneidechse
So legen Sie einen Altgrasstreifen an
Grundsätzlich lässt sich in fast jeder Wiese ein Altgrasstreifen anlegen. Besonders sinnvoll sind sonnige Randbereiche, zum Beispiel entlang von Zäunen, Hecken, Mauern oder Böschungen.
Auf grösseren Flächen kann der Altgrasstreifen auch in der Mitte der Wiese liegen, was die Wiederbesiedlung nach dem Mähen erleichtert. Auch Übergänge von feucht zu trocken oder von sonnig zu schattig eignen sich gut als Standorte.
Die Altgrasstreifen nehmen optimalerweise zwischen 10% und 20% der Grünlandfläche ein.
Wird der Altgrasstreifen jedes Jahr am gleichen Ort belassen, verfilzt das Pflanzenmaterial - davon profitieren kleine Tiere wie die Zauneidechse. Alternativ können Sie den Altgrasstreifen jährlich verschieben und das trockene Gras entfernen. Davon profitieren Blütenpflanzen und Insekten. Wenn Sie verhindern möchten, dass Gehölze im Altgrasstreifen aufkommen, müssen auch verfilzte Bereiche nach einigen Jahren gemäht werden.
Altgras schützt Kleintiere vor Fressfeinden und sichern einen Teil der Blüten für Insekten.
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Ritz & Häfliger, Basel
- Altgrasstreifen können mitten auf der Wiese oder an Strukturen wie Hecken, Mauern oder Böschungen angelegt werden. © Josia
Tipps
Legen Sie bei frisch angesäten Wiesen im ersten Jahr noch keinen Altgrasstreifen an.
Schneiden Sie die Wiese von innen nach aussen, können Wildtiere fliehen.
Sie können dem Altgras «streifen» jede erdenkliche Form geben. Es müssen keine Streifen im engeren Sinne sein. Werden Sie kreativ.
Wiesenabschnitte, auf denen viele Neophyten wachsen, sind ungeeignet für Altgrasstreifen
Zeit für Erstellung
Altgrasstreifen können bei jedem Mähdurchgang angelegt werden. Abgesehen von der Entfernung invasiver Neophyten ist kein weiterer Unterhalt notwendig.
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Ritz & Häfliger, Basel