Asthaufen Josia Orlik

Asthaufen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Trockenmauer anlegen

Lebensraum für: Zaunkönig, Mauswiesel und Braunbrustigel 

So bauen Sie einen Asthaufen

1. Standort wählen

Wählen Sie einen ruhigen, sonnigen bis halbschattigen Platz in der Nähe von Hecken oder Altgrasstreifen. Vermeiden Sie Senken, in denen sich Wasser sammeln kann, sowie Standorte an stark befahrenen Strassen.

2. Material auswählen

Nutzen Sie unbehandeltes Holz, vorzugsweise von Laubgehölzen. Für die Kammer eignet sich Holz mit einem Durchmesser von 10 - 20 cm.

3. Asthaufen aufbauen

A: Bauen Sie aus dicken Ästen eine Kammer mit einem Innenmass von mindestens 30 x 30 cm und einer Höhe von 20 cm. Lassen Sie dabei zwei kleine Öffnungen von 10 x 10 cm als Eingänge.  

B: Füllen Sie das Innere der Kammer mit Laub, Stroh oder feinem, trockenem Material auf.  

C: Schichten Sie eine erste Lage aus dicken, stabilen Ästen auf die Kammer. 

D: Darauf folgt eine zweite Lage aus feinen Ästen oder Zweigen, die Sie kreuz und quer auf die erste Schicht legen. Optional können Sie etwas Laub hinzufügen. Wiederholen Sie die Schritte C und D, bis der Asthaufen mindestens 1 m hoch ist.  

E: Beenden Sie den Bau mit einer Lage dicker Äste, die teilweise seitlich an den Haufen gelehnt werden, um den Asthaufen zu beschweren. 

Grafik Asthaufen Ritz & Häfliger, Basel

Zeit für Erstellung und Unterhalt

Asthaufen können immer erstellt werden. Insbesondere Wintermonate eignen sich, da dann oft Holz bei Baum- und Gehölzschnitt anfällt. Für das Entfernen von einwachsenden Gehölzen empfehlen sich die frühen Herbstmonate.

Kalender-Grafik Asthaufen Ritz & Häfliger, Basel

Tipps

  • Achten Sie darauf, dass die Äste möglichst stabil aufeinander liegen.  

  • Schichten Sie das Astmaterial kreuz und quer aufeinander, so dass möglichst verwinkelte «Gänge» entstehen, die Räubern wie Füchsen und Katzen den Zugang versperren.  

  • Ideal ist es, wenn der Asthaufen eine Grösse von 3x3 m oder mehr erreicht. 

Gut zu wissen

Asthaufen sind auch ohne Brutkammern wertvolle Kleinstrukturen, z. B. für Amphibien und Reptilien. Wer Säugetiere fördern möchte, kann durch passende Brutkammern seine Zielarten zusätzlich unterstützen. Je grösser die Zielart, desto grösser muss auch die Brutkammer sein. Spezifische Tipps dazu, wie Asthaufen angelegt werden sollten, um Wiesel sowie Amphibien und Reptilien zu fördern, finden Sie hier: 

Wieselförderung 

  • Anleitung: Wie Sie Asthaufen zur Förderung von Wieseln anlegen können, zeigt dieses Video: Link zum Video 

  • Hintergrundinformationen: Weitere Tipps und weiterführende Informationen finden Sie im Heft «Fördermassnahmen für Wiesel im Landwirtschaftsgebiet» von Wieselnetz und Agrofutura: Link zum Infoblatt 

Amphibien- und Reptilienförderung 

  • Hintergrundinformationen: Weitere Tipps und weiterführende Informationen finden Sie im Heft «Fördermassnahmen für Wiesel im Landwirtschaftsgebiet» von Wieselnetz und Agrofutura: Link zum Infoblatt