Einzelbaum
Lebensraum für: Buntspecht, Mopsfledermaus und Siebenschläfer
So pflanzen Sie einen Baum
Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass der Baum für eine möglichst lange Zeit ungestört wachsen kann. Beachten Sie die geltenden Grenzabstände.
Wählen Sie eine Baumart aus, die zu Ihrem Standort passt. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einer Fachperson beraten.
Für nicht allzu trockene oder sehr feuchte Standorte bis etwa 1200 m ü. M. eignen sich beispielsweise folgende Arten:
Klein (5 - 15 m): Wildapfel, Sal-Weide, Feld-Ahorn, Mehlbeere
Mittel (15 - 25 m): Vogelkirsche, Elsbeere, Hänge-Birke
Gross (25 - 40 m): Berg-Ahorn, Stiel-Eiche und Winter-Linde
A: Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa 1,5-mal so breit und gleich tief ist wie der Wurzelballen. Lockern Sie den Boden im Loch leicht auf.
B: Schlagen Sie am Rand des Pflanzlochs 2 - 3 Pfosten etwa 60 cm tief in den Boden und stabilisieren Sie diese mit Querlatten.
C: Falls nicht bereits in der Baumschule erfolgt: Kürzen Sie die Wurzeln mit einer scharfen, sauberen Baumschere um etwa einen Drittel. Schneiden sie beschädigte Wurzeln an.
D: Setzen Sie den Baum ins Loch und bedecken Sie seine Wurzeln vollständig mit Erde. Drücken Sie die Erde leicht an. Achten Sie darauf, dass der Stamm vollständig über der Erdoberfläche bleibt.
E: Verbinden Sie Stamm und Pfahl mit einer fingerdicken Naturfaser-Kordel mehrmals in Form einer «Acht». Umwickeln Sie danach die «Achten» vom Stamm bis zum Pfosten jeweils satt anliegend und befestigen Sie diese dort.
F: Wässern Sie den Baum gründlich. In den ersten Monaten sollten Sie den Baum bei Trockenheit regelmässig wässern
Zeit für Erstellung und Unterhalt
Nacktwurzler (ohne Erde an den Wurzeln) werden am besten bei nicht gefrorenem Boden im frühen Herbst oder späten Winter gepflanzt. Ballenpflanzen (mit Erde an den Wurzeln) können grundsätzlich jederzeit gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Heisse Sommermonate sind tendenziell weniger geeignet, da bei Hitze und Trockenheit ein hoher Bewässerungsaufwand erforderlich ist. Für den Unterhalt eignet sich der Zeitraum von Herbst bis Winter am besten. Achten Sie dabei auf überwinternde Tiere.
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Ritz & Häfliger, Basel
Tipps
Bei vielen Baumarten kann man beim Einpflanzen die Äste zurückschneiden. Dadurch bekommen die Bäume die gewünschte Form, und die jungen Wurzeln müssen anfangs nicht so viele Äste und Blätter versorgen, bis der Baum gut angewachsen ist.
Bei der Pflanzung sollte der Boden frostfrei sein und es sollte kein Schnee liegen.
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Pro Natura Graubünden
- Je älter ein Baum wird, desto bedeutender ist sein ökologischer Wert.
Gut zu wissen
Verwenden Sie einheimische und standortangepasste Baumarten. Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Pflanzen benötigen, wenden Sie sich am besten an einen Gartenbau- oder Forstbetrieb.
Wir empfehlen zudem, Bäume möglichst aus einer regionalen Baumschule und nicht aus dem Ausland zu beziehen. So sind die Gehölze bereits an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst.
Im Kanton Graubünden bietet beispielsweise der Forstgarten Rodels geeignete einheimische Bäume und regionale Obstsorten an. Link aufrufen
Grenzabstände
Im Kanton Graubünden müssen folgende Grenzabstände zur benachbarten Parzelle eingehalten werden:
6 m für hochstämmige Bäume, die nicht zu den Obstbäumen gehören, sowie für Nussbäume
4 m für hochstämmige Obstbäume mit Ausnahme der Nussbäume
2 m für Zwergobstbäume, Zwetschgen-, Pflaumenbäume und ähnliche Gehölze
0,50 m für kleinere Gartenbäume und Sträucher, sofern diese auf maximal 3 m Höhe zurückgeschnitten werden
Verschärfungen durch kommunale Baugesetze sind möglich.
Bäume auf Landwirtschaftsland
Landwirtinnen und Landwirte können für Feldgehölze und Obstbäume Beiträge erhalten. Für die Neuanmeldung solcher Strukturen wenden Sie sich bitte an Ihre landwirtschaftliche Beratung.