Sandlinse
Lebensraum für: Ameisenlöwe, Blauflügelige Sandschrecke und Gelbbindige Furchenbiene
So legen Sie eine Sandlinse an
Wählen Sie einen sonnigen, nach Süden ausgerichteten sowie windgeschützten und ruhigen Standort. Vermeiden Sie Mulden, in denen sich Regenwasser stauen kann, sowie Bereiche, in denen sich viel Laub ansammelt oder e stark wuchernde Pflanzen wachsen. In unmittelbarer Nähe sollte sich ein grosses Angebot an einheimischen Blüten pflanzen befinden.
Der verwendete Sand sollte weder zu locker noch zu stark lehmhaltig sein. Ein einfacher Test kann von Hand durch geführt werden: Den feuchten Sand stark zusammendrücken, danach mit den Fingern zerstossen. Wenn er bei festerem Anstossen leicht zerbröckelt, ist er geeignet.
Geeigneten Sand können Sie in einer Kiesgrube beziehen oder nach folgendem Mischverhältnis selbst herstellen: 1 Teil Lehm auf 5 Teile Sand.
Machen Sie ein Loch von 40 - 55 cm Tiefe. Grundsätzlich gilt: Je grösser die Fläche der Sandlinse ist, desto besser. Als Orientierung empfiehlt sich eine Fläche von rund 5 m2.
A: Füllen Sie die Grube mit ca. 5 cm Kies, damit das Wasser versickern kann.
B: Schichten Sie den Sand auf dem Kies auf. Befeuchten Sie den Sand vor dem Aufbringen leicht. Verdichten Sie das Substrat sorgfältig Schicht für Schicht. Empfehlenswert ist es, dabei unterschiedliche Verdichtungsgrade zu schaffen, also sowohl fest gestampfte als auch etwas lockerere Bereiche.
C: Zum Schutz vor Erosion können Sie die Sandlinse zusätzlich mit grösseren Steinen oder Totholz stabilisieren.
Tipps
Nach Fertigstellung können Sie die Sandlinse punktuell mit kleinen Steinen belegen. Dadurch wird unerwünschter Bewuchs reduziert, während der Zugang für Wildbienen erhalten bleibt.
Ergänzen Sie die Sandlinse am Rand mit Totholz und leeren Schneckenhäusern. Das schafft Nistmöglichkeiten für weitere Wildbienenarten.
Zeit für Erstellung und Unterhalt
Trockenmauern können immer erstellt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Für den Unterhalt empfehlen sich die Wintermonate ausserhalb der Flugzeit der Wildbienen. Hohle Pflanzenstängel, in denen Wildbienen nisten, sollten stehen gelassen werden.
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Ritz & Häfliger, Basel