Totholzhecke Pro Natura Graubünden

Totholzhecke (Benjeshecke)

Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Totholzhecke anlegen

Lebensraum für: Erdkröte, Ringelnatter und Waldspitzmaus 

So legen Sie eine Totholzhecke an

1. Standort wählen

Als lineare, blickdichte Struktur eignen sich Totholzhecken gut als Sicht- und Windschutz sowie zur Abgrenzung von Räumen. Wählen Sie einen passenden Standort und beachten Sie die geltenden Grenzabstände zu Nachbargrundstücken.

2. Material auswählen

Pfähle: Verwenden Sie Pfähle aus unbehandeltem, möglichst witterungsbeständigem Holz (z.B. Kastanie) mit einem Durchmesser von 8 - 10 cm.  

Schichtmaterial: Nutzen Sie unbehandeltes Holz, vorzugsweise von Laubgehölzen. Sie können z.B. Ast- und Zweigmaterial verwenden, das beim Schnitt Ihrer Gehölze anfällt. 

3. Standort vorbereiten

Damit sich möglichst viele Tiere wohlfühlen, sollte die Hecke mindestens 75 cm breit sein. Entfernen Sie die vorhandene Vegetation in der gewünschten Breite.  

4. Hecke erstellen

A: Setzen Sie im Abstand der gewünschten Heckenbreite zwei Pfähle in den Boden. Jeder dieser beiden Pfähle markiert den Anfang einer Pfahlreihe.  

B: Erstellen Sie zwei parallele Pfahlreihen ausgehend von den ersten beiden Pfählen. Der Abstand zwischen den einzelnen Pfählen in einer Reihe sollte 60 - 90 cm betragen.  

C: Schichten Sie Äste und Zweige längs zwischen die bei den Pfahlreihen. 

Grafik Wildhecke Ritz & Häfliger, Basel

Zeit für Erstellung und Unterhalt

Totholzhecken können immer erstellt werden. Insbesondere Wintermonate eignen sich, da dann oft Holz bei Baum- und Gehölzschnitt anfällt. Für das Entfernen von einwachsenden Pflanzen empfehlen sich die frühen Herbstmonate.

Grafik Totholzhecke Ritz & Häfliger, Basel

Gut zu wissen

Grenzabstand 
Totholzhecken bis zu einer Höhe von 1,50 m dürfen im Kanton Graubünden direkt an die Grundstücksgrenze gestellt werden. Verschärfungen durch kommunale Baugesetze sind möglich.