Wildhecke und Sträucher
Lebensraum für: Haselmaus, Mönchsgrasmücke und Pflaumenzipfelfalter
So pflanzen Sie eine Wildhecke
Für eine Wildhecke braucht es genügend Platz. Jeder Strauch sollte einen Abstand von etwa 1 m zum nächsten Strauch haben. Auch Bäume können in die Hecke eingefügt werden. Beachten Sie die geltenden Grenzabstände.
Verwenden Sie einheimische und standortgerechte Gehölze. Besonders wertvoll sind Arten mit Dornen oder Beeren. Eine Auswahl an einigen besonders wertvollen Sträuchern finden.
Eine Hecke kann ein- oder mehrreihig angelegt werden. In mehrreihigen Pflanzungen stehen grössere Sträucher und kleine Bäume in der Mitte, kleinere Sträucher am Rand. Da die Gehölze unterschiedlich schnell wachsen, werden sie am besten in kleinen Gruppen von drei bis fünf Pflanzen gesetzt.
Entfernen Sie jeden Bewuchs, entweder auf der ganzen Fläche oder nur an den Pflanzstellen.
A: Graben Sie für jede Pflanze ein Loch, dass 1,5-mal so breit und tief ist wie der Wurzelballen. Lockern Sie die Erde im Pflanzloch leicht auf.
B: Kürzen Sie beschädigte oder verdrehte Wurzeln mit einer scharfen, sauberen Gartenschere.
C: Setzen Sie die Pflanzen in die Pflanzlöcher und bedecken Sie ihre Wurzeln mit Erde, die sie leicht andrücken. Der Stamm sollte dabei komplett über der Erde bleiben.
D: Nach dem Setzen wässern Sie die Pflanzen gut ein. Bei Trockenheit sollten Sie die Pflanzen die ersten Wochen nach dem Setzen regelmässig wässern.
Zeit für Erstellung und Unterhalt
Nacktwurzler (ohne Erde an den Wurzeln) werden am besten bei nicht gefrorenem Boden im frühen Herbst oder späten Winter gepflanzt. Ballenpflanzen (mit Erde an den Wurzeln) können grundsätzlich jederzeit gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Heisse Sommermonate sind tendenziell weniger geeignet, da bei Hitze und Trockenheit ein hoher Bewässerungsaufwand erforderlich ist. Für den Unterhalt eignet sich der Zeitraum von Herbst bis Winter am besten. Achten Sie dabei auf überwinternde Tiere.
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Ritz & Häfliger, Basel
Tipps
Ist ausreichend Raum vorhanden, empfiehlt es sich, auf beiden Seiten der Hecke einen Krautsaum anzulegen.
Bei der Pflanzung sollte der Boden frostfrei sein und es sollte kein Schnee liegen.
Bedecken Sie den Boden rund um die Pflanze mit einer Mulchscheibe, Rinden- oder Holzschnitzeln, damit krautige Vegetation weniger schnell aufkommt.
Gut zu wissen
Spannende Infos zur Pflanzung und Pflege von Hecken bietet das Merkblatt von Agridea: Link aufrufen
Pflanzenbezug und fachliche Beratung
Verwenden Sie für Ihre Hecke einheimische und standortangepasste Pflanzenarten. Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Pflanzen benötigen, wenden Sie sich am besten an einen Gartenbau- oder Forstbetrieb Ihres Vertrauens.
Wir empfehlen zudem, Sträucher möglichst aus einer regionalen Baumschule und nicht aus dem Ausland zu beziehen. So sind die Gehölze bereits an die klimatischen Bedingungen vor Ort angepasst.
Im Kanton Graubünden bietet beispielsweise der Forstgarten Rodels geeignete einheimische Pflanzen an: Link aufrufen
Grenzabstand
Eine Hecke darf bis auf 0,5 m an die Grundstücksgrenze heran gepflanzt werden, wenn sie jedes Jahr:
bis an die Grenze zurückgeschnitten wird
und maximal 1,5 m hoch bleibt (gemessen ab dem natürlichen Boden)
Wenn die Hecke höher als 1,5 m sein soll, dann gilt:
Sie muss weiter von der Grenze weg gepflanzt werden
und zwar um genau den zusätzlichen Höhenanteil
aber insgesamt höchstens 2,5 m Abstand zur Grenze
Verschärfungen durch kommunale Baugesetze sind möglich.
Hecken auf Landwirtschaftsland
Landwirtinnen und Landwirte können für Wildhecken mit entsprechender Grösse und Qualität Beiträge von Kanton und Bund erhalten. Für die Neuanmeldung solcher Strukturen wenden Sie sich bitte an Ihre landwirtschaftliche Beratung.
Spannende Infos zur Pflanzung und Pflege von Hecken im Landwirtschaftsland bietet das Merkblatt von Agridea: Link aufrufen
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Pro Natura Graubünden
- Wolliger Schneeball