Herz für Insekten

Mahdreste-Wettbewerb im zweiten Jahr

12.05.2022

Bei der Mahd stehengelassene Blumen, Herzen und Schmetterlinge haben letzten Sommer nicht nur die Insekten, sondern auch das Auge von vielen Spaziergängern erfreut. Auch dieses Jahr werden wir wieder kreativ auf den extensiven Wiesen. Mit ungemähten Streifen oder kunstvollen Schnittformen schaffen Landwirte und Landwirtinnen einen optimalen Über-Lebensraum für Heuschrecken, Schmetterlinge und andere Kleintiere.

Der Mahdreste-Wettbewerb geht in die zweite Runde

Diesen Sommer suchen wir wieder die insektenfreundlichsten und schönsten ungemähten Wiesenstreifen des Kantons. Die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte messen sich in zwei Kategorien. Der «Insektenliebling» wird aufgrund des ökologischen Wertes bestimmt. Aber auch das Auge entscheidet mit. Im Herbst kann die Bevölkerung an einer Online-Abstimmung anhand von Fotos über die schönsten Mahdresten entscheiden. Der «Publikumsliebling» und der «Insektenliebling» können jeweils CHF 1000 gewinnen.

Anmelden können sich Landwirtinnen und Landwirte mit ihren extensiven und wenig intensiven Wiesen bis am 15. Juli. Anmeldung und weitere Details.

Wir sind auch in diesem Jahr auf die kreativen Formen und Muster gespannt. Mit Feldrandtafeln werden wir die Passanten über den grossen Nutzen der stehengelassenen Wiesenstreifen informieren.

Ungemähte Streifen fördern Insekten

Goldschrecke

Mit der Mahd verlieren viele Wiesenbewohner auf einen Schlag ihren Lebensraum. Das kann durch eine einfache Massnahme geändert werden. Durch das Stehenlassen von Mahdresten wird so manch ein Schmetterling, eine Spinne oder eine Heuschrecke überleben, weil ihnen einen Rückzugsort geboten wird. Die ungemähten Streifen bieten Nahrung, Nistplätze, Deckung vor Feinden und Schutz vor Erntemaschinen.

Einige Arten sind für Ihre Fortpflanzung auf die stehende Vegetation angewiesen – wie die Kleine Goldschrecke. Sie legt ihre Eier in die Krautschicht über dem Boden ab. Dafür faltet sie Blätter und feine Kräuterteile mit den Hinterbeinen zusammen und füllt diese mit einem schaumigen Kokon aus.

Flavia Mondini oder Monika Jung
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