Mahdrest Plantahof

Mahdreste-Wettbewerb «Kreative Insektenförderung»

Landwirtinnen und Landwirte in den Kantonen Graubünden und Glarus setzen diesen Sommer stehengelassene Wiesenstreifen für Insekten in Szene. Mit der Teilnahme am Mahdreste-Wettbewerb «Kreative Insektenförderung» zeigen sie, wie kreative Insektenförderung in der Landwirtschaft funktioniert. Die Sieger wurden am 29. Oktober 2022 am Plantahoftag in Landquart gekürt.

Durch die Pflege artenreicher Wiesen fördern die Landwirte die Biodiversität. Wenn sie einen Teil der Fläche nicht mähen, schaffen sie einen optimalen Lebensraum für Heuschrecken, Schmetterlinge und andere Kleintiere. Mit diesen Rückzugsstreifen haben sie sich in zwei unterschiedlichen Kategorien gemessen: Publikumsliebling und Insektenliebling. 

Publikumsliebling und Insektenliebling

Im September 2022 hat die Bevölkerung an einem Online-Voting anhand Fotos der Mahdreste ihren «Publikumsliebling» gewählt. Der ökologisch wertvollste Mahdrest, der «Insektenliebling», wurde aufgrund von drei gleich gewichteten Kriterien bestimmt:  

  • Grösse der Fläche: Je grösser die Fläche, desto mehr Insekten profitieren.  
  • Entfernung zwischen den ungemähten Bereichen: Insekten sollen innerhalb von 30 m die Rückzugsstreifen erreichen können.  
  • Randlänge: Je mehr Rand der Mahdrest aufweist, desto besser können die Insekten die gemähten Bereiche wieder besiedeln. Mehrere schmale, lange Streifen sind in grösseren Parzellen ideal.  

Gewinner 2022

Die Sieger wurden am Plantahoftag am 29. Oktober 2022 verkündet und gekürt. In beiden Kategorien erhielt der Gewinner CHF 1'000. Der 2. und 3. Preis betrugen je CHF 250. 

Publikumsliebling

Den «Publikumsliebling» gewinnt mit 213 Stimmen Renato Rezzoli für sein Friedenszeichen in Says. Der Zweitplatzierte in der gleichen Kategorie ist Christjohannes Gilli aus Sufers mit seinem vogelförmigen Mahdrest und Drittplatzierter Richard Bamert aus Mollis mit einem grossen, tannenförmigen Rückzugsstreifen. 

Insektenliebling

Den Preis als «Insektenliebling» gewinnt Andrea Nold aus Conters. Seine kreis- und zackenförmig angelegten Streifen stellen durch ihre Grösse und Dichte einen sehr wertvollen Rückzugsort für Insekten dar. Zweit- und Drittplatzierte sind Georg Blunier aus Paspels und Pius Walker aus Vals. 

Das Projekt wird vom Amt für Natur und Umwelt Graubünden, Plantahof, Parc Ela, Naturpark Beverin, Biosfera Val Müstair und Parco Val Calanca unterstützt.


Flavia Mondini oder Monika Jung
@email
081 511 64 10



Vernetzungsbeiträge für Mahdreste in Graubünden

Werden bei jedem Schnitt Rückzugsstreifen an alternierenden Orten angelegt, kann die Massnahme in die Bewirtschaftungsverträge integriert und zusätzlich vergütet werden. Im Rahmen der Vernetzungsprojekte zahlt der Kanton Graubünden einen Zuschlag von 200 Franken pro Hektare, wenn auf jährlich gemähten Wiesen, die extensiv oder wenig intensiv genutzt werden, ungemähte Wiesenstreifen belassen werden. Der Zuschlag gilt für die gesamte Nutzungseinheit. Weitere Informationen erhalten Sie beim Amt für Landwirtschaft und Geoinformation.  

Eindrücke vom Mahdreste-Wettbewerb 2021

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