Rückzugsstreifen

Rückzugsstreifen für Insekten

Aktion Hase & Co. im Kanton Graubünden

Pro Natura Graubünden setzt sich zusammen mit der Sektion Glarus für den Erhalt und die Förderung von Kleinstrukturen ein. Das Bündner-Glarner-Projekt ist Teil der schweizweiten «Aktion Hase & Co.» von Pro Natura, welche mit innovativen Projekten die Biodiversität im Kulturland fördern möchte.

In den nächsten 10 Jahren sollen Landschaften so aufgewertet werden, dass sich Hermeline darin wohlfühlen und wandern können. Das Hermelin ist die Schirmart des Projekts, von den geplanten Massnahmen profitieren viele weitere Kulturlandarten. Von der Förderung von Mahdresten als Rückzugsräume profitieren z.B. neben Kleinsäugern auch Insekten wie Heuschrecken und Schmetterlinge.

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War früher alles besser?

Mit Fotovergleichen von früher und heute wird das Projekt für mehr Vielfalt in der Kulturlandschaft eröffnet. Der Kulturwandel führt(e) zum schleichenden Verschwinden vieler Kleinstrukturen. Da diese Veränderungen oftmals über längere Zeit und nur schrittweise geschehen, wird der Verlust der Kleinstrukturen häufig übersehen. Im Einzelfall handelt es sich meist um kleine Eingriffe, in ihrer Summe aber wirken sich die Veränderungen stark auf das Landschaftsbild aus. Werden Kulturlandschaften ausgeräumt, gehen auch viele Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren. Fotos von früher und heute sollen zeigen, wo und wie sich die Landschaft verändert hat.

Innerferrera: Ein Beispiel für viele

Innerferrera um 1920

Auf dem Bild aus den 1920er Jahren fallen einerseits die vielen Steine oberhalb des Dorfes auf und andererseits die kleinen, umzäunten Äcker. In Innerferrera erfolgte in den 1950er Jahren die erste Güterzusammenlegung des Kantons Graubünden.

Innerferrera 2016

Heute ist das Bild geprägt von den neuen Infrastrukturen wie der Strasse mit Kunstbauten und dem Werkhof. Die kleinstrukturierten Felder und viele Steine sind verschwunden und die Waldgrenze hat sich näher zum Dorf verschoben.

Wir interessieren uns für Ihre Fotos und Erinnerungen

Werden Sie wehmütig, wenn Sie Bilder von Ihren Eltern oder Grosseltern mit der aktuellen Situation vergleichen? Sind Sie früher durch blühende Wiesen oder Obstgärten gestreift und vorbei an Hecken und Trockensteinmauern, wo heute Asphalt, grüne Fettwiesen oder dichte Wälder liegen? Haben Sie beobachtet, wie ein Steinhaufen plötzlich verschwunden ist, eine Hecke gerodet wurde oder natürliche Unebenheiten wie Dolinen oder Moränen eines Tages planiert waren? Oder kennen Sie Bijous, die heute noch genau so vielfältig oder gar bunter als früher sind?

Schicken Sie Ihre Fotos an @email und beschreiben Sie uns Ihre Erinnerungen und berichten Sie uns, welche Landschaft Ihnen gefällt.  

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